Wie gut ist die Wasserqualität meines Leitungswassers?

Diese Frage sollten Sie sich besonders dann stellen, wenn Sie in einer größeren Stadt, in der Nähe von Industriegebieten oder vielleicht sogar in einem Altbau wohnen. Wenn auch oft davon die Rede ist das die Trinkwasserqualität in Mitteleuropa eine gute bis sehr gute Qualität ist, wissen viele Konsumenten nicht, dass sich diese Messungen nur auf die Wasserwerke und die öffentlichen Leitungen bezogen sind. Die Qualitätskontrollen enden somit am Wasserzähler im Haus.

Ein aktueller Bericht von Verbraucherschützern aus dem Jahr 2018 hat gezeigt, dass Trinkwasser in Städten wie Münster, Bonn, Berlin, Dortmund und Essen am stärksten mit Schadstoffen belastet sind. Durch veraltete Rohre im Altbau können Kupfer und Blei in das Leitungswasser gelangen. Laut Trinkwasserverordnung muss der Bleigehalt unter 0,01 Milligramm, der Kupfergehalt unter zwei Milligramm pro Liter liegen.




Warum sollte ich mein Trinkwasser filtern?

Da kalkhaltiges Leitungswasser zur Verkalkung von Maschinen führt, müssen so regelmäßige Entkalkungen durchgeführt werden. Kalkhaltiges Wasser beschädigt langfristig Ihre Kaffeemaschinen, Kühlschränke, Waschmaschinen, Spülmaschine und alle anderen Haushaltsgeräte, die Leitungswasser erhitzen. Besonders Kaffeeliebhaber sollten wissen wie wichtig kalkfreies und unbelastetes Wasser bei der Kaffeezubereitung ist. Schadstoffe wie Metalle, Pestizide, Gadolinium und Antibiotika haben einen Einfluss auf den Geschmack Ihres Kaffees. Diverse Kaffeeverbände in Europa empfehlen für ein optimales Kaffeearoma eine Gesamthärte zwischen 7-12 dH und eine Karbonathärte zwischen 3-4 dH und ein pH-Wert von 6,5 bis 7,5.

Viele Kaffeemaschinen haben in ihrem Wassertank eine Halterung für Filterpatronen. Langezeit konnte man diese Patronen nur von den Herstellern der Kaffeemaschinen beziehen und musste oft überhöhte Preis dafür bezahlen. Mittlerweile gibt es jedoch kompatible Filterpatronen auf dem Markt, die von diversen anderen Unternehmen produziert werden. Dadurch können Kunden bis zu 40% der Kosten einsparen und erhalten dafür Filterpatronen in einer gleichwertigen Qualität. Ein gutes Beispiel dafür wäre die Jura Claris Blue. Einer der großen Anbieter im deutschsprachigen Raum ist die Giratec GmbH.




Wie teste ich meine Wasserqualität selbst?

Um Verunreinigungen und Schadstoffe im Leitungswasser zu testen, können sie eine Probe von ihrem örtlichen Wasserversorger untersuchen lassen. Außerdem ist es sinnvoll, das Wasser nicht längere Zeit in der Leitung stehen zu lassen, sondern es frisch ablaufen zu lassen. Die günstigere und einfachere Variante wo Sie zuhause selbst durchführen können, ist der Schnellwassertest mit einem Test-Kit von AquaNatura. Dieses misst die zehn häufigsten Verunreinigungen und Bestandteile im Wasser. Dazu gehören zum Beispiel der pH-Wert, die Bakterien, der Chlorgehalt und die Wasserhärte.



Wie filtere ich mein Trinkwasser für meine Haushaltsgeräte?

Bei Kaffeemaschinen durch das Einsetzen von Filterpatronen, diese gibt es für die unterschiedlichsten Arten von Maschinen, wie Kaffeevollautomaten, Espressomaschinen (Siebträgermaschinen), Padmaschinen und sogar für Filterkaffeemaschinen bieten diverse Hersteller Modelle mit eingebautem Wasserfilter an. Eine der meistverkauften Filterpatronen sind die Jura Claris Blue und Jura Claris White, ein gutes Substitut dafür sind die Filterpatronen von Aquatec. Diese Filter haben gleich wie die Jura Claris Blue ein hochwertiges Filtergranulat, eine gute Verarbeitung und können bis zu 50 Liter Kaffeewasser filtern. Andere bekannte Marken sind DeLonghi, Siemens, Nivona, Krups und Miele.

Bei Kühlschränken werden spezielle Langzeitfilter eingesetzt, die bis zu 6 Monate verwendet werden können. Dabei handelt es sich oft um Zweischichtfilter, die neben Aktivkohle auch noch einen Sedimentfilter besitzen dieser kann auch Partikel wie Rost oder Sand herausfiltern.